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Archive for the ‘Presseschau’ Category

Steinbach warnt vor Feindbild Islam in westlichen Ländern: Der Nahost-Experte Udo Steinbach hat vor einem „Feindbild Islam“ in den westlichen Gesellschaften gewarnt. Ein solches Klischee sei „moralisch inhuman und politisch zerstörerisch“, schreibt Steinbach in der in Berlin erscheinenden Zeitschrift „Kompass“ des katholischen Militärbischofs (April). Die westlichen Gesellschaften seien besser beraten, Gemeinsamkeiten zu ermitteln und sich der langen Geschichte der Koexistenz zu erinnern. Steinbach bezeichnete Formulierungen wie „Achse des Bösen“ oder „islamische Bombe“ als Ausdruck einer durch Fakten nicht zu belegenden Dämonisierung. Man dürfe „den Islam“ nicht mit Untaten von Gewalttätern gleichsetzen, die sich auf den Islam beriefen. Sogenannte Islamkritiker abstrahierten vom Menschen und ordneten den Einzelnen Kategorien unter, die sie aus einem verengten Blick auf die Geschichte oder auffallende Phänomene der Gegenwart gewännen.
Steinbach betonte, viele Muslime hätten in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft ihren Platz. So sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis es in der Bundeswehr einen General muslimischen Glaubens geben werde. „Muslime sind deutsche Bürger wie du und ich“, so der langjährige Leiter des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg. Klicken Sie auf das Titel-Cover und gelangen direkt ins Heft zum Artikel oder klicken sie einfach hier.

Zum Thema hier noch ein interessanter Link. Habe bisher nur quer gelesen, aber passt zum Thema.

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Warum lesen wir hierzulande nicht solche Artikel? Offenbar gibt es Pläne für Afghanistan. Aber so konkret? Die Zeitung Daily Afghanistan berichtet vorgestern in ihrer Ausgabe, dass es angeblich eine Idee für die Afghanistankonferenz geben solle, Mullah Omar, den Taliban-Führer, von der UN-Liste zu streichen, damit ernsthafte Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Gotteskriegern voran gerieben werden könnten. Die Frage dabei ist nur, wer diesen Plan auf die Agenda gesetzt hat. Präsident Hamid Karsai himself oder die internationale Gemeinschaft? Afghanische Publizisten und Regierung scheinen sich uneins zu sein, ob dieser Plan eine gute Idee sein könnte. Hier der Originalartikel:

Afghan paper says removing Taleban names from UN list not effective, published by Afghan newspaper Daily Afghanistan, part of the Afghanistan newspaper group, on 9 January

Mullah Mohammed Omar


Considering these assertions, the Afghan government is trying to offer a Taleban reconciliation plan to the conference. The plan’s content is not yet clear. The government wants to convey the message to the media that Taleban negotiation will be pursued seriously at the conference, thus, a comprehensive plan has been prepared.

Finally, Mr Omar [Afghan presidential spokesman] announced that the international community and the Security Council would be urged to remove Taleban leader Mullah Omar’s name from the black list to provide the opportunity for the Taleban negotiation.

Has the plan been proposed by the Afghan government, or have some of the western countries offered the strategy?

The plan the Afghan presidential spokesman is talking about is the copy of the five-article plan offered by the British government about the Taleban reconciliation. Apparently, the Afghan government is trying to use the draft of the host country to negotiate with the Taleban after the London conference. Some time back, the British authorities proposed to the Afghan government to reconcile with some of the Taleban leaders, for this government [British government] believes that political ways should be sought to overcome the Taleban. Britain had also asked the Afghan government to adjust its reconciliation plan with the „Quetta Shura, or council“.The Quetta Council is composed of the main members of the Taleban leading body. Its headquarter are located in Quetta from where all operations are led.Taking into account the importance of Quetta Council, this country [Britain] is trying to persuade the Afghan government to directly contact the council and open the reconciliation door with the Taleban. To take practical steps towards peace, Britain has given the privilege to the Taleban, who join the reconciliation process, to remove their names from the UN „black list“. This includes the ordinary and extremist Taleban and local commanders. [Passage omitted: on British peace document which contains three stages on how to attract the Taleban to the peace process.]This is the latest document on Taleban negotiation offered to Mr Karzai by a foreign government after his election as president.

Considering this document, it seems that the Afghan government has prepared an outlook draft for Taleban negotiation. Under this document, the Afghan government hopes an agreement will be made at the London Conference that the UN Security Council will officiall removes the Taleban leader Mullah Omar’s name from the black list. This will be a practical step taken towards negotiation with the Taleban and a great privilege for the Taleban. If Mullah Omar is forgiven at the London conference, will it provide practical opportunities to negotiate with the Taleban?

Analysts believe that talking to the Taleban is Karzai’s weak point not his power on the political scene. Negotiation is valuable when both sides accept the principles of negotiation, and discuss, considering the need and the privileges. However, the Taleban have repeatedly rejected the principle of negotiation and emphasized continuation of violence, and are resorting to violence every day, so how do we believe such efforts will produce results? Most of the analysts believe that forgiving Mullah Omar at the London Conference is a privilege given to this group. This will further strengthen the Taleban and will double violence in the country.

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Endlich mal wieder eine gute Nachricht aus Afghanistan. In den vergangenen Freitagspredigten warben die Moscheen in den 14 Distrikten der Provinz Balkh, dort wo die Bundeswehr in Mazar- e Sharif ihr Regionalkommando hat, dass die Bevölkerung mehr  mit der Internationalen Gemeinschaft kooperieren solle, berichtet Balkh TV heute:

Friday prayers were said in the mosque of Hazrat-e Ali Shrine and other mosques in Mazar-e Sharif City and all fourteen districts of BalkhProvince today. The preachers spoke about the Islamic brotherhood and national solidarity before the prayers. The preachers also asked the people to cooperate with the security forces so that we can have a secure city and so that the people can continue their tasks with confidence. Our countrymen prayed for the welfare of Afghanistan after the prayers.

Solche Nachrichten fehlen mir ehrlich gesagt in unseren Medien. Zeigen Sie doch, wie die Geistlichkeit Afghanistans versucht, den Sicherheitsaufbau Afghanistans zu unterstützen. Immerhin gibt es in Afghanistan rund 200000 Moscheen. Nur rund 20000 stehen unter staatlicher Aufsicht, jeder Imam verdient rund 60 $ pro Monat, wenn es hochkommt.

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Liebe Blog-Gemeinde,

hoffe, Sie hatten eine besinnliche und vielleicht auch nachdenkliche Weihnachtszeit. Im Jahresendspurt haben wir eine ungewohnte Aufmerksamkeit bzgl. des AFG-Einsatzes unserer Soldaten – ausgelöst durch eine Schlammschlacht der Politik über „wer-hat-wann-etwas-oder-vorenthalten“. Der U-Ausschuss wird im Januar intensiv seine Arbeit aufnehmen. Der Fall wird uns also noch ein wenig beschäftigen. Derweil läuft das Nachrichtengeschäft schon wieder weiter. Anbei jüngste Meldungen von Standhaftigkeit bishin zur Geschmacklosigkeit. Ich verspreche, im nächsten Jahr endlich mal wieder den Fokus auch auf die Afghanen zu richten. Denn die haben wir in letzter Zeit total vergessen. Ich soll Sie übrigens von meinem Kumpel Sharif aus Afghanistan grüßen. Seine Tochte ist jetzt ein halbes Jahr alt und hat schon eine Herzoperation in Indien hinter sich. Offenbar ist sie mit einem Herzfehler auf die Welt gekommen. Und ich bin froh, hier wieder ein paar Menschen  zusammengebracht zu haben, um in einen intensiveren Dialog zu treten. Und: ich freue mich über die vielen neuen Leser unhd Kommentatoren. Nächstes jahr möchte ich dieses Blog ein wenig „aufbalsen“. Ein Freund aus vergangenen Zeiten möchte sich der Sache annehmen. Neuer Look, neue Funktionen nach und nach, damit Vielfältigkeit garantiert werden kann. In Planung auch ein Spenden-Button für die Aktion Cash, damit Sie, wenn Sie mögen, direkt spenden können. Darüber aber bei Gelegenheit mehr. Und den Soldaten und ihren Anghörigen wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen. Gemeinsam sind wir stark! Ach ja: gestern wurden wir bei WordPress erstmals unter den Top 100 gelistet. Bravo!!! Dank an die Leser und Leserinnen. Und nun zu den Meldungen:

Abzug und eidesstattliche Versicherung…?

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist für eine klare Ansage, wann der Abzug aus Afghanistan beginnen soll. Da sollte die Regierung konkreter werden als bisher, sagte Guttenberg der «Bild am Sonntag», auch mit Blick auf die Ziele des Einsatzes. Der Minister warnte aber gleichzeitig davor, sich festzulegen, bis wann alle Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abgezogen sein sollen. Dies könne den Kräften helfen, die Afghanistan wieder zu einem Zentrum des weltweiten Terrorismus machen wollten.

Im Streit um die Umstände der Entlassung des Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan ist Guttenberg bereit, seine Aussagen im Untersuchungsausschuss zu beeiden. „Wenn der Ausschuss es für notwendig erachtet, werde ich meine Aussagen selbstverständlich auch unter Eid machen“, sagte Guttenberg. (mehr auf Focus.de)

Big Brother (GB): Quote mit Kriegsversehrten…?

Mit verwundeten Soldaten will die britische Fernsehsendung «Big Brother» einem Zeitungsbericht zufolge mehr Zuschauer vor die Bildschirme locken. Die Produzenten der Show suchten nach Kriegsversehrten, die bei ihrem Einsatz im Irak oder Afghanistan ein Bein oder einen Arm verloren haben. Das berichtete die «Daily Mail». Damit solle die vorerst letzte Staffel zur aufsehenerregendsten Produktion in der Geschichte der Reality-TV-Show werden. Die Pläne sorgten für Entsetzen bei Kriegsveteranen. (mehr auf Zeit.de)

Oberst Klein erklärt Angriff…

Der deutsche Oberst Georg Klein hat seinen Befehl zum Angriff auf zwei entführte Tanklaster bei Kundus schon am Tag danach in einer schriftlichen Erklärung verteidigt. Der „Spiegel“ zitierte aus einer Stellungnahme Kleins, in der er als Grund für das Kommando die frühzeitige Abwendung einer Gefahr für seine Soldaten nennt. Unterdessen fordert Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der „Bild am Sonntag“, man solle das Ziel aufgeben, in Afghanistan eine Demokratie nach westlichem Vorbild zu etablieren. (mehr auf Welt.de)

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Presseclub…

Ich habe den Presseclub heute leider nicht gesehen. Vielen Dank für den Leserhinweis von Helga. Wen jemand den Mediathekslink (—>Danke an Helga) findet, wäre ich für einen Post hier dankbar – bisher ist er noch nicht online. Frau Susanne Koelbl vom Spiegel durfte ich neulich in Berlin kennenlernen – wir sind noch zu einem Online-Interview verabredet. Dazu bei Gelegenheit dann mehr. Auf meine Frage, wann sie die letzte Positivgeschichte veröffentlicht habe, meinte sie:  „Ich stecke gerade mitten in den Recherchen.“ Werde Frau Koelbl einige Fragen per Mail zukommen lassen. In pucto user generated content posten Sie hier Ihre Fragen, die Sie an sie haben sollten – ich nehme sie dann mit auf meine Liste.

ARD Pressetext zur Sendung:

US-Präsident Obama schickt 30.000 Soldaten zusätzlich nach Afghanistan. Und er verlangt auch von den Verbündeten mehr Truppen. Am 10. Dezember bekommt er den Friedensnobelpreis. Ein kriegführender Präsident als Symbol des Friedens? Der Glanz Obamas verblasst. Unklar bleibt seine Strategie. Können die zusätzlichen Soldaten die NATO einem Sieg näher bringen? Und wie gefährlich ist es, bereits heute ein Abzugsdatum zu nennen? In Deutschland wächst die Skepsis der Bevölkerung: Mehr als Zweidrittel wünschen sich den schnellen Abzug der Soldaten aus Afghanistan. Angela Merkel hat eine Reaktion auf Obamas Bitte um mehr Truppen kurzerhand vertagt. Ist der Krieg in Afghanistan noch zu gewinnen? Darüber diskutiert WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn am Sonntag im ARD-Presseclub mit den Gästen: Nikolaus Busse, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Susanne Koelbl, Der Spiegel, Constanze Stelzenmüller, Publizistin, Andreas Zumach, Publizist (mehr hier)

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Osama Bin laden lebt?

Vielleicht sind die Aussagen nur eine Finte. Sollten sie jedoch wahr sein, wären sie seit langem der erste Beleg dafür, dass Al-Qaida-Chef Osma Bin Laden noch lebt. Ein in Pakistan inhaftierter Taliban-Kämpfer berichtet über Treffen mit Bin Laden. Diese sollen im Januar in Afghanistan stattgefunden haben. (weiterlesen auf Welt.de)

Amerika war gegen den Angriff?

Vor dem umstrittenen Luftangriff auf die beiden Tanklaster im nordafghanischen Kundus gab es offenbar Streit zwischen dem deutschen Fliegerleitoffizier und den amerikanischen Piloten. Aus dem geheimen Untersuchungsbericht der „Internationalen Sicherungs- und Aufbautruppe“ (Isaf) geht nach Angaben von Verteidigungspolitikern hervor, dass die Piloten mehrfach darauf gedrängt hätten, den Menschen rund um die Tanker durch Tiefwarnflüge Gelegenheit zur Flucht zu geben. Außerdem berichtet in dem 800 Seiten starken Dokument ein Kommandeur, es habe Meinungsverschiedenheiten darüber gegeben, wie viele Bomben man einsetzen solle. Die deutsche Seite habe sechs Bomben gefordert und zur Eile gedrängt, obwohl die beiden entführten Tanklastzüge im Schlamm feststeckten. Die amerikanischen Piloten hätten widersprochen und gesagt, es seien nur zwei Bomben nötig. (weiterlesen auf Welt.de)

Obama-Faktor läßt Europäer kalt

Alles schien so schön geplant. Er wolle offiziellen Ankündigungen nicht vorgreifen, raunte der Berater von US-Präsident Barack Obama in einer Telefonkonferenz mit Reportern, aber sehr bald schon werde es mehr Unterstützung aus Nato-Ländern für den Einsatz in Afghanistan geben. Spätestens wenn an diesem Freitag Außenministerin Hillary Clinton mit ihren Kollegen aus Europa in Brüssel zusammentreffe, soufflierte er, könnten gemeinsame Kraftakte am Hindukusch beschlossen werden.

Allein in Afghanistan/Editorial

Alljährlich machen in diesen Tagen Fotografien die Runde, die aus der Flut der Bilder herausfallen. Sie sind in der Regel nicht professionell aufgenommen, sie haben etwas Unbeholfenes. Da sitzen Soldaten – neuerdings auch Soldatinnen – in einem kargen Zelt vor einem Adventskranz, der in diesem Ambiente so rührend wie fremd wirkt. Solche Fotos gab es auch schon im Ersten Weltkrieg: der winzige Christbaum im Schützengraben in Flandern. Doch während diese Fotos zumeist eine steife patriotische Durchhalte-Würde ausstrahlen, geht es auf denen, die heute aus Afghanistan kommen, ganz zivil zu. Es sind private Momente. (weiterlesen auf Welt.de)

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Besonders empfehlenswert:

Eine hochinteressante Presseschau über Pakistan und Afghanistan hat gestern das Weblog-Sicherheitspolitik gepostet. Mit Sicherheit etwas für Feinschmecker. Wer sich für mehr Hintergrund interessiert:  einfach mal hier hineinschauen – jenseits des gängigen Medienmainstreams, über den wir über solche Hintergrundmeldungen wenig bis garnichts lesen können.

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