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Archive for the ‘Umfrage’ Category

Politbarometer…

Noch mehr Bundeswehrsoldaten für Afghanistan? Diese Pläne von Schwarz-Gelb stoßen bei den Wählern auf große Ablehnung. 100 Tage nach Amtsantritt wird die Arbeit der Regierung zunehmend schlechter bewertet. Das zeigt das aktuelle ZDF Politbarometer. Mit 76 Prozent hegt eine große Mehrheit der Deutschen Zweifel am Erfolg des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan, nur 18 Prozent glauben an eine erfolgreiche Mission dort (weiß nicht: sechs Prozent). Auch stoßen die Pläne der Bundesregierung, das Bundeswehrkontingent für Afghanistan um bis zu 850 Soldaten aufzustocken, auf deutliche Ablehnung. Knapp zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) und Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen sind dagegen, dass die Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan erhöht wird, 29 Prozent finden die Truppenverstärkung richtig (weiß nicht: sechs Prozent). (mehr hier)

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…das will eine repräsentative Umfrage von WDR/ARD in Zusammenarbeit mit dem US-Sender ABC und der britischen BBC belegen. Die Umfrage zeigt auch, dass die Afghanen anderen Entwicklungen mehr Beachtung beimessen als Europäer und Amerikaner, sie setzen andere Schwerpunkte. Während sich alle Welt über die skandalösen Umstände erregt, unter denen Präsident Hamid Karsai erneut ins Amt geschliddert ist, sind drei von vier Afghanen mit dem Wahlausgang zufrieden. Dabei wissen sie sehr wohl, dass es schwere Wahlfälschungen gegeben hat. Aber bei ihnen überwiegt die Erleichterung darüber, eine überwiegend friedliche Wahl zu einem Ergebnis geführt zu haben – verbunden mit der sehr afghanischen, pragmatischen Einstellung, Korruption sei ohnehin ein prägender Bestandteil des afghanischen Alltags.

Die vielleicht überraschendste Erkenntnis aus der aktuellen Umfrage ist diese: Die Afghanen führen die Verbesserungen in ihrem alltäglichen Leben nicht auf die Segnungen internationaler Hilfslieferungen zurück. Nur gut jeder vierte Befragte gibt an, persönlich von internationaler Hilfe profitiert zu haben. Das gibt zu der Hoffnung Anlass, dass eine offenbar zu neuem Leben erwachende Zivilgesellschaft zunehmend willens und auch in der Lage ist, ihr Geschick selbst in die Hand zu nehmen.

Selbst die Angst vor dem afghanischen Dämon scheint zu weichen: Sahen vor einem Jahr noch 43 Prozent der Afghanen eine Stärkung der Taliban, so ist dieser Wert heute auf 30 Prozent gesunken – aber noch immer bezeichnen 69 Prozent der Afghanen die Taliban als die größte Gefahr für ihr Land. 41 Prozent glauben, die Taliban könnten besiegt oder in eine Verhandlungslösung eingebunden werden. Zwei Drittel der Befragten geben den Taliban und dem islamistischen Terrornetzwerk al-Qaida die Schuld an der afghanischen Misere, nur noch zehn Prozent suchen die Schuld bei USA und Nato. (mehr zur Umfrage bei Welt.de)

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Oxfam-Umfrage:

Afghanische Zivilbevölkerung macht Armut und Arbeitslosigkeit für den Krieg verantwortlich

70 Prozent der Befragten in Afghanistan nennen Armut und Arbeitslosigkeit als Hauptursache für den andauernden bewaffneten Konflikt in ihrem Land. Das zeigt eine neue Umfrage von Oxfam und mehreren afghanischen Partnerorganisationen. An zweiter Stelle nennen die Befragten die schwache afghanische Regierung sowie Korruption. Die Taliban und die Einmischung von Nachbarstaaten werden als die dritt- und viertwichtigsten Ursachen angesehen.

„Die Menschen in Afghanistan wollen endlich Frieden. Sie erwarten zu Recht, dass die wahren Ursachen des Krieges beseitigt werden“, sagt Oxfam-Geschäftsführer Paul Bendix. „Das heißt in erster Linie, die Armut zu bekämpfen, unter der fast die Hälfte der Bevölkerung leidet.“ Die internationale Gemeinschaft müsse dem zivilen Aufbau klaren Vorrang vor militärischen Lösungen einräumen.

Afghanistan/Badakhshan: Interview mit einem Landwirt für die Oxfam-Studie „Cost of War“

Die Umfrage ist Teil des neuen Oxfam-Berichts „The Cost of War„, der ein düsteres Bild des seit 30 Jahren von Kriegen heimgesuchten Landes zeichnet. Es wurden 704 Personen aus verschiedenen Regionen Afghanistans befragt. Viele beklagen, dass die internationale Hilfe nicht diejenigen erreiche, die sie am dringendsten benötigen. „Die Menschen brauchen vor allem Arbeit“, erklärt Bendix. „Die afghanische Landwirtschaft muss stärker gefördert und die Infrastruktur verbessert werden.“ Die Befragten wünschen sich außerdem, dass das Bildungs- und Gesundheitswesen ausgebaut wird.

Damit der Aufbau in Afghanistan gelingt, muss der Schutz der Zivilbevölkerung absolute Priorität haben“, fordert Bendix. Luftangriffe und nächtliche Durchsuchungen durch die alliierten Streitkräfte müssten deshalb weitestmöglich beschränkt werden. Allein bis Oktober seien in diesem Jahr 2021 Zivilisten ums Leben gekommen.

Weitere Ergebnisse der Oxfam-Umfrage:

. Jede/r sechste Befragte erwägt derzeit, Afghanistan zu verlassen
. Drei Viertel der Befragten wurden seit 1979 vorübergehend oder auf Dauer aus ihren Wohnorten vertrieben
. Jede/r Fünfte wurde seit dem Beginn der Kämpfe im Jahr 1979 in Gefängnissen oder von bewaffneten Gruppen gefoltert

Fotos zur Studie (ab 11.30 Uhr) unter:
www.oxfam.de/cost_of_war_fotos

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